Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension: Willkommen Zuhause!

von Katja Altenhoven, erschienen bei Bloomsbury Berlin.


Roman
Erschienen am 13.10.2014
Gebunden mit Schutzumschlag
336 Seiten
ISBN: 978-3-8270-1189-3

 Inhalt laut Verlag
Renée ist 45, als sie ihren Mann verliert. Plötzlich sieht sie sich allein in ihrem über 300 m2 großen Kreuzberger Zimmer-Labyrinth, denn ihre Kinder gehen längst eigene Wege. In den Wochen der Trauer reift in Renée der Plan, die übergroße Eigentumswohnung doch nicht zu verkaufen, sondern stattdessen mit alten Freunden eine Wohngemeinschaft zu gründen. Eine Wunschkonstellation hat sie im Kopf, aber passen diese Menschen wirklich zusammen: ihre Sandkastenliebe Michael, ein Arzt, der Bücher liebt; das ungleiche Paar Anne und Pavel, von denen die eine als Bundestagsabgeordnete beruflich durchstartet, während der andere mit seiner Midlife-Crisis kämpft, sowie der schon pensionierte Musiklehrer und Jazzliebhaber Wilfried? Nach zwei gemeinsamen Test-Urlaubswochen in einem Haus in der Uckermark stürzen sie sich in das Wagnis und stellen fest, dass man zwar viel planen kann, das Leben am Ende aber immer andere Geschichten schreibt.

Rezension
Renée steht plötzlich nach dem Unfalltod ihres Mannes allein da. Die
beiden Kinder sind längst aus dem Haus und geblieben ist ihr nur eine
über 300 m2 große Wohnung voller Erinnerung.

Was soll sie tun? Außer die Wohnung und auch ihr Leben zu entrümpeln
und neu anzufangen. Immer wieder geht ihr die Idee durch den Kopf mit
einigen ihrer Freunde eine WG in der riesigen Wohnung zu gründen.

Nach anfänglichen Bedenken beschließen die 'Außerwählten' den Versuch
zu wagen und ziehen tatsächlich zusammen. Kann und wird es gutgehen
mit den fünf unterschiedlichen Menschen...

Fazit
Das Thema eine Ü-40-WG zu gründen fand ich richtig interessant. Schließlich
ist man in dem Alter ja kein junger Hüpfer mehr, der grade mit dem Studium
begonnen hat. Die meisten stehen doch eher recht gefestigt in ihrem Leben
mit allem Drum und Dran. Von daher hatte ich mich schon auf das Buch
gefreut, aber leider war es doch nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Es ist zwar angenehm und leicht zu lesen, aber zum einen fehlen mir eindeutig
Emotionen. Damit meine ich, das ich weder lachen noch weinen konnte -
nicht einmal ein Schmunzeln war drin.

Zum anderen konnte ich den Sinn des Buches nicht erkennen - was wollte
die Autorin mir mitgeben? Welche Botschaft steckt da drin?

Geht es darum, dass das Leben immer weiter geht? Oder das man sich auch
im 'reiferen' Alter noch umgewöhnen kann? Hinterfragen politischer
Vorstellungen? Man sollte nie aufgeben?
Ich weiß es leider nicht.

Ich habe vergeblich auf den Aha-Effekt gewartet. Wahrscheinlich
fehlt mir einfach die neurale Schnittstelle zu diesem Buch -
wirklich richtig schade.

Viele Grüße von der Numi

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