Dienstag, 16. Juni 2015

Rezension: Verblendung

von Stieg Larsson, erschienen bei Heyne.


Erschienen am 2. Mai 2007
Taschenbuch, Broschur
704 Seiten 
ISBN: 978-3-453-43245-1

Beschreibung laut Verlag
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden.
In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen.

Rezension
 Jedes Jahr zu seinem Geburtstag bekam Henrik Vanger von seiner Lieblingsnichte
Harriet eine getrocknete Blüte geschenkt. Und genau so eine bekommt er nun jedes
Jahr anonym zugeschickt, seit Harriet vor fast 40 Jahren plötzlich spurlos verschwand.

Wer tut ihm das an? Will der Mörder von Harriet ihn immer wieder aufs
Neue quälen? Immer wieder die alten Wunden aufreißen? Warum lässt
ihn der Absender der Blumen nicht endlich in Ruhe?

Nun - mit 82 Jahren - will Henrik Vanger noch einmal versuchen hinter das
Geheimnis von Harriets Verschwindens zu kommen. Er beauftragt den
Journalisten und Mitherausgeber der Zeitschrift Millennium Mikael Blomkvist
 damit, endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah.

Mikael, der offiziell eine Biografie über die Vangers schreiben soll, wird bei
seinen Ermittlungen von Lisbeth Salander unterstützt - einer eigenwilligen,
aber auch brillanten jungen Frau. Allerdings können die beiden nicht ahnen,
worauf sie sich einlassen.

Fazit
Was sich auf den ersten Seiten, wie ein guter Roman liest, wird ganz schnell zu
einem spannenden Krimi und dann geht es (für meinen Geschmack) unbemerkt
über zu einem packenden Fast-Thriller.

Ich weiß nicht, woran es lag: an dem flüssigen Schreibstil, an den z.T. nicht
einfachen Protagonisten, an der spannenden Geschichte... auf jeden Fall
hat mich Stieg Larsson unheimlich schnell am Kragen gepackt und mich
einfach nicht mehr losgelassen - genau so erging es mir mit dem Buch.

Der Fall Harriet Vanger mit seinen Schauplätzen und Nebenschauplätzen
ist unheimlich spannend, kommt aber nicht ohne Brutalität aus. Es ist definitiv
weder für Kinder noch für ganz zartbesaitete Seelen geschrieben.

Das Buch bekommt von mir (die eigentlich eher zum Weichei tendiert), die
kompletten 5 Sterne. Es war spannend, gut durchdacht und klasse geschrieben.

Der Fall Vanger ist mit diesem ersten Teil der Trilogie abgeschlossen, aber
... es ergibt sich genug ... Material für die anderen Teile!
(Will ja nichts verraten ;0)

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. Danke :) muss in diesem Fall nicht sein, zartbesaitetes Weichei wie ich bin...
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  2. Wieder mal ganz mein Geschmack! Ich habe alle drei Bücher gelesen und die skandinavische Film-Trilogie gesehen!

    Alles mega genial, tolle Unterhaltung auf aktuellem politischen Niveau ~ super!

    Lieben Gruß

    Britta

    AntwortenLöschen
  3. Ja, die Trilogie hab ich auch verschlungen - eine wirklich gute Story, bis zum Schluss!
    LG,
    Alice

    AntwortenLöschen