Freitag, 29. Mai 2015

Rezension: 'Gloria....

und die Liebenden von Verona' von Marlene Klaus,
erschienen bei Dryas.



Taschenbuch
220 Seiten
ISBN: 978-3-940855-58-9

Inhalt laut Verlag
Nach dem plötzlichen Tod ihres Geliebten begibt sich Gloria auf Reisen. Doch
bevor sie Verona, ihre erste Station, erreicht, wird ihre Kutsche von einer in
Tränen aufgelösten Italienerin gestoppt. Sie berichtet von einem Duell und
einem Toten und bittet um Hilfe. Aber nicht nur der Tod des einen Duellanten
wirft Fragen auf, der andere ist außerdem spurlos verschwunden.
Gloria geht der Sache nach und erhält unerwartete und unwillkommene Hilfe
von einem Landsmann, Alexander Lyndon. Obwohl der wenig sympathisch
auftretende Lord sie von ihrer Suche abbringen möchte, erweist er sich
schließlich doch noch als nützlich – was Glorias Meinung über ihn ändert,
aber nur ein bisschen ...

Rezension
Tante Jo beschließt mit - der um ihren Geliebten trauernden - Gloria eine schöne
ausgiebige Reise anzutreten. Neue Orte, neue Eindrücke - eine bessere
Ablenkung kann es doch nicht geben. Also starten die beiden mit der
Kutsche von England aus ihre Fahrt.

Tante Jo´s Plan geht auch insoweit auf, bis ihre Kutsche kurz vor Verona plötzlich
von einer Italienerin angehalten wird, die ihnen vollkommen aufgelöst von einem
Duell erzählt, bei dem es einen Toten gab und die nun ausgerechnet Gloria
händeringend um ihre Hilfe bittet.

Gloria, die durch die junge Frau an ihr eigenes Schicksal erinnert wird,
beschließt sofort zu helfen. Vollkommen irritiert über ihre Eigenwilligkeit
und sich doch seiner Pflicht als Gentleman bewusst, eilt ihr ein zufälliger
Reisegefährte zu Hilfe - Lord Alexander Lyndon - Viscount Loughborough.

Und sobald er seine Meinung ('Gott behüte, wenn Frauen nun auch noch
meinen, Polizisten sein zu wollen') und Gloria ihre innerlichen Gelassenheit
mit einigen 'Contenance!' - Mahnungen aufgrund dieses aufgeblasenen
eingebildeten Menschen wiederfindet, werden die beiden 'fast' zu einem
guten Team ;0)

Fazit
Ich mag viktorianische Krimis, obwohl ich natürlich froh bin, nicht in der
damaligen Zeit zu leben, als die Suffragetten ihren Kampf noch vor sich hatten.

Marlene Klaus versteht es, den Leser mit Leichtigkeit in die damalige Zeit
zu führen. Man sieht die Kutschen, die Kleider - eigentlich ganz Verona vor
dem inneren Auge entstehen.

Die Figuren sind gut gezeichnet, das Benehmen und die Dialoge der Zeit
entsprechend, der Fall ist durchdacht, keine Gewalt, kein Blutrausch oder
sonstige 'Ekeligkeiten', sondern einfach eine gute Geschichte und die letzten Worte
(Fortsetzung folgt) lassen auf mehr von Gloria .... und Lord Lyndon hoffen.
 :0)

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. DAS klingt gut :-)
    *grins* ging das "Ekeligkeiten" an meine Adresse?
    *hüstel*
    :-D
    Susanne

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  2. Liebe Numinala,
    herzlichen Dank für diese kleine, klare und auf den Punkt gebrachte Besprechung.
    Gefällt mir.
    Und ja, es geht weiter mit Gloria, ihr nächstes Abenteuer wird sie in Alexandria, Ägypten erleben.
    Würde mich freuen, wenn Sie meiner englischen Lady auch weiterhin auf ihren Reisen folgen.
    Herzliche Grüße
    Marlene Klaus

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