Montag, 2. März 2015

Rezension: Frau Maier fischt im Trüben

von Jessica Kremser, erschienen bei Pendragon.


Originalausgabe
4. Auflage
Frau Maiers erster Fall
PB
312 Seiten
ISBN: 978-3-86532-340-8

Beschreibung des Verlags
Frau Maier lebt mit ihrer Katze in einem kleinen Haus am Chiemsee. Eigentlich ist die ältere Dame die Ruhe in Person. Doch als sie an einem ganz normalen Montagmorgen eine Frauenleiche am Ufer findet, ist nichts mehr so, wie es war: Ein nächtlicher Besucher schleicht um ihr Haus und hinterlässt unheimliche Nachrichten, die Schwester der Ermordeten wird bedroht und eine weitere Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Weil die Polizei sie für senil hält, ermittelt Frau Maier auf eigene Faust und bringt sich dabei in höchste Gefahr …

Rezension
Frau Maier - eine ältere Dame - entdeckt am Ufer ihres geliebten Chiemsees
etwas, das wirklich gar nicht da hingehört - die Leiche einer jungen Frau. Ohne
Umwege macht sie sich auf, um die Polizei zu informieren, aber als die eintrifft
ist die Leiche spurlos verschwunden.

Schnell findet Kommissar Brandner des Rätsels Lösung. Die alleinstehende
Alte hat eine blühende Phantasie und möchte einmal im Leben im Mittelpunkt
 stehen. Aber nicht mit ihm - schnell verlässt er mit seinen Leuten den
'nicht vorhandenen Tatort'.

Frau Maier hat indes ganz andere Sorgen. Bedeutet das Verschwinden der
Leiche, das der Täter sie bei der Entdeckung der selbigen gesehen hat?
Weiß er, wer sie ist? Als nachts jemand um ihr einsam am See gelegenen 
Häuschens schleicht, ist sie sich sicher.

Der Täter auf ihrer Spur und die Polizei, die ihr kein Wort glaubt. Was 
bleibt Frau Maier da anderes übrig, als sich selbst um diese Angelegenheit
zu kümmern? Sie ist es ja gewohnt ohne Hilfe zu Recht zu kommen.

Fazit
Was für ein toller Krimi! Frau Maier habe ich direkt und ohne Umwege
sofort in mein Herz geschlossen.

Die Charaktere sind lebensnah und lebendig gezeichnet. Das Dorf mit
seinen Menschen, die Frau Maier noch immer als 'Zugezogene' ansehen;
die Art, wie sie sich durch ihr Leben schlägt und auch das warum wirkt
einfach echt und macht sie sehr sympathisch.

Das Buch kommt ohne Brutalität, Blut und Gewaltverherrlichung daher
und schafft es trotzdem spielend leicht Spannung zu erzeugen und zu
halten. Also diese Art von Spannung, bei der man ins Buch ruft: Lauf weg,
geh nicht dahin, pass auf - er ist doch genau da - aaaaaaaaahhhhhhhhhhhh!!!

Was ich damit eigentlich sagen möchte: Ich hatte Herzklopfen beim Lesen
und durch die recht kurz gehaltenen Kapitel, hab ich es kaum aus der Hand
 legen können (ein Kapitel kann ich noch lesen... ok noch eins... etc.)

Meine beiden Daumen sind senkrecht erhoben für Frau Maier
und ich bin froh, dass es erst der erste Teil war und zumindest
noch zwei weitere Teile darauf warten, gelesen zu werden ;0)

Viele Grüße von der Numi

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