Mittwoch, 18. März 2015

Rezension: Die Lichtung

von Linus Geschke, erschienen bei ullstein.


Erschienen am 10.10.2014
Taschenbuch, Broschur
Band 1
384 Seiten
ISBN-13 9783548286365
Inhalt laut Verlag
Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party-Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt...
Rezension
 Jan Römer - Journalist seines Zeichens - soll zum Thema Zeitgeschichte
über einen ungeklärten Mordfall von 1986 aus dem Bergischen Land
berichten. Damals wurden zwei junge Menschen ermordet aufgefunden;
der Täter konnte allerdings nicht ermittelt werden.

In dem Moment in dem Jan die Akte in den Händen hält, stürmen plötzlich
lang verdrängte Erinnerungen auf ihn ein. Er kann sich nicht nur an den
Fall von damals erinnern, nein - er gehörte zu der Clique, zu der auch
die beiden Toten gehörten. Er war an diesem Tag dabei, der eigentlich
so schön anfing und dann so schrecklich endete. Der Tag, der nicht
nur sein Leben für immer veränderte.

Jan weiß, dass jetzt endlich die Zeit gekommen ist, das damalige
Geschehen zu verarbeiten. Er muss sich einfach an alles erinnern,
Kontakt zu seinen alten Freunden aufnehmen und herausfinden, was
damals wirklich geschah. Zur Seite steht im dabei seine beste
Freundin Mütze. Allerdings merken die beiden schnell, dass
sie mit ihrer Recherche gefährlichen Boden betreten.

Fazit
Was für ein tolles Buch - ich bin absolut begeistert. Vom ersten
Satz an fühlte ich mich mitgezogen - zum Teil sogar in meine
eigene Vergangenheit.

Jan erinnert sich an die Zeit von 1986 - damals waren die Jungs
und Mädels in der Clique 16 - 17 Jahre alt. Er erinnert sich, was
sie unternommen haben, wie sie zueinander standen, was zwischen
ihnen vorging, wie sie ihre Tage verbrachten - bis zu diesem
Wochenende - bis zu diesem Abend an dem das Unglück geschah.

1986 war ich selber 18 Jahre alt. Ich hab damals die gleiche Musik
gehört, wir haben z.T. die gleichen Dinge unternommen, die Jungs
fuhren sogar die gleichen Maschinen ;0)

Von daher hat mich das Buch nicht nur in Jans sondern auch in
meine Vergangenheit mitgenommen - das war 'ganz nebenbei'
noch ein zusätzliches Highlight.

Der Schreibstil ist flüssig, die Figuren sind gut gezeichnet, die
Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück
sind gelungen, die Spannung steigt kontinuierlich bis zum Schluss.

Für mich ein absolut toller Kriminalroman - und da er als Band 1
deklariert ist, hoffe ich, das noch mehr davon aus der Feder
von Herrn Geschke erscheinen werden!

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. Nein! Nicht für mich.... Das hört sich ja ganz schrecklich sn
    Herzlichst
    yase

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  2. Liebe Numinala,
    das klingt sehr spannend! Danke fürs Vorstellen!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und sonnigen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
    Übrigens, wenn Du noch Lesestoff brauchst, schau doch mal in meinen Flohmarkt, da sind etliche Bücher drin, unser Regal war übervoll .....

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  3. Huiii
    Du liest ja wie eine Rennmaus!
    WOW!
    Susanne

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