Montag, 30. Juni 2014

Rezension: Schnittkonstruktion in der Mode - Herrenkleidung

von Teresa Gilewska, erschienen im stiebner Verlag.

Inhalt
Mit diesem Band widmet sich die Erfolgsautorin Teresa Gilewska dem Schneidern von Herrenmode in all ihren Facetten: Nach einer Einführung in die Grundlagen der Vermessung, geht es an die Umsetzung wesentlicherTeile männlicher Bekleidung. Beginnend bei ärmellosen Westen mit unterschiedlichen Details, wird die Anfertigung verschiedener Ärmelformen erläutert, ehe das Schneidern von Hemden über Krawatten bishin zu Jackets und Hosen beleuchtet wird. Mit zahlreichen Illustrationen versehen, lassen die Anleitungen genug kreativen Spielraum und sind so eine praktische Unterstützung für die Umsetzung eigener Entwürfe.

Rezension
Zu Beginn wird erklärt, in welche vertikalen und horizontalen Segmente
man den männlichen Körper einteilt um danach darauf einzugehen,
wie man welche Maße nehmen muss - das ist etwas anders als bei Frauen.
Anschließend erstellt man aus den Maßen einen Grundschnitt mit 
entsprechenden Anpassungen, Zugaben oder z.B. Abnähern
Nun kommen die einzelnen Kleidungstücke:
Westen: z.B die klassische Weste.
Zuerst wird die Schnittkonstruktion genau erklärt incl. der Positionierung
der Taschen, das Schnittmuster des Vorderteils, des Rückenteils und
des Futters und Besatzes. Danach geht es um die Paspeltasche, die hintere
Taschenpartie und die Rückenspange. Auf weiteren vier Seiten wird nun
erklärt, wie die Weste genäht wird (Tasche, Futter, Oberstoff, Zusammen-
nähen von Futter und Oberstoff, steppen der Kanten, Wenden des Stoffes,
nähen der Seitenteile und der Rückenspange)
Insgesamt umfaßt die Erklärung der klassischen Weste 10 Seiten,
also alles recht ausführlich und genau erklärt !

Es folgt die grade Weste, die mit Schalkragen, die Zweireihige,
die mit angesetztem Kragen, die mit senkrechten Teilungsnähten,
und die Frackweste - das ganze Westenkapitel umfaßt ca. 50 Seiten.
Ärmel: Auch hier wieder von der Schnittkonstruktion zum fertigen Schnitt.
Für Raglanärmel mit Schulternaht und mit Mittelnaht, für Zungenraglan-
ärmel, für Zweiteilige, mit Schlitz und Futter.

Hemden: mit Stehkragen, leger oder klassisch, Polohemd,
mit Manschette und Patte.
Dazu passend das Nähen und Binden von Krawatten und Fliegen.

Jacken und Mäntel: Natürlich das Sakko, klassisch, mit Schlitz in
der hinteren Mitte, mit zwei Schlitzen an den Seitenteilen, mit
seitlichen Passen und ein Zweireihiges. Aber auch eine Bikerjacke,
ein Parka, ein Trenchcoat und ein klassischer Mantel sind dabei.

Hosen: Die Bundfaltenhose, die Jeanshose und die Hose für die sehr
kräftige Statur. Der Hosenbund, -saum und das -futter werden erklärt.

Zum Schluß gibt es noch eine kurze Übersicht über die verschiedenen
Nähte und ein Glossar mit einer kurzen Erklärung einzelner Begriffe
(z.B. Aufschlag, Godet, Schlaufe, Zwickel).

Fazit:
Ich würde sagen: ein recht umfangreiches Buch, wenn man sich an
das Nähen für die Herren 'heran wagen' möchte. Wenn man sich
einmal durch das Buch durchgenäht hat sollte ER erst einmal eine
guuute Grundausstattung zusammen haben !!!

Die einzelnen Schritte sind auf jeden Fall ausführlich beschrieben und auch
bebildert. Jetzt weiß ich nur nicht, ob ich es meinem Göga zeigen soll
und ihn eventuell auf krumme Ideen bringe oder ob ich es lieber
heimlich im Bücherregal verschwinden lassen soll und weiter nur
für mich nähe *kicher*.

Viele Grüße von der Numi

Kommentare:

  1. UIh du hast das Buch schon ((-: Ich bin auch gespannt darauf! LG Gaby

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  2. Liebe Numi,
    ich mußte ein wenig schmunzeln und hab auf einen Satz gewartet, der ist aber leider nicht gekommen,
    denn meine Schwester war Herrenschneiderin und wir mussten früher immer lachen,
    als sie erzählte, wie die Herren sich anstellten, wenn sie fragen mußte ob sie Rechts- oder Linksträger sind,
    denn sie sollte nicht in die Richtung starren.
    Aber die Hosen mussten an dieser Seite eine "Beule" eingenäht bekommen.
    Ich würde es glaub verstecken, das könnte ja sonst noch ungeahnte Formen annehmen.
    Liebe Grüße
    Nähoma

    um es selbst herauszufinden.

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